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Kettelerufer
Rheine/D

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Kettelerufer
Rheine/D

Schnittstelle zur Natur

Das Planungsgebiet liegt inmitten der westlichen Innenstadt von Rheine und wird begrenzt durch die neue Ems-Galerie, die Ems, die Ludgeri-Brücke („Kardinal-Galen Ring“) und die Nepomukbrücke („Emsstraße“).

Das Erleben des Stadtraums, insbesondere an den Schnittstellen zur Natur, wie am Kettelerufer, hat mittlerweile einen hohen Stellenwert im Freizeitverhalten der Bevölkerung. Durch eine verbesserte Anbindung an die Innenstadt und eine daraus resultierende stärkere Nutzung durch Fuß- und Radverkehr benötigt das Ufer eine Aufwertung und eine Verbesserung der Verkehrssicherung.

Die stärkere Frequentierung durch Fuß- und Radfahrer führt bei den gegebenen Wegebreiten zu einer erhöhten Unfallgefahr. Durch die Schaffung gastronomischen Angebote mit Orientierung zum Ufer wird die Situation zusätzlich erschwert.

Durch die Neugestaltung des Ufers und  die Verbreiterung des Uferwegs hin zu einer Uferpromenade werden die beschriebenen Schwachstellen beseitigt. Es entsteht ein neuer großzügiger Raum, der allen Nutzern, sei es zu Fuß oder mit dem Rad, genügend Platz zur Nutzung des Kettelerufers bietet.

Die geplante großzügige Treppenanlage aus Betonstufen, die sich im Bereich unter der Brücke aufweitet, schafft eine attraktive Verbindung der oberen Ebene mit der Promenade. Ein behindertengerechter Zugang erfolgt zukünftig über eine Rampe, die sich in Verlängerung der Treppenanlage an einem zentralen Bereich dieses Uferabschnittes befindet.

Die neue Uferpromenade wird einheitlich mit einem Betonwerkstein befestigt. Ober- und unterhalb der Treppenanlage sind Noppenplatte in einem 60cm breiten Streifen vorgesehen.

Im Bereich der geplanten Boulderwände unter der Ludgeri-Brücke sorgt farbiger Fallschutzbelag für die nötige Sicherheit auf dem Boden. Das bestehende Natursteinpflaster unterhalb der Brücke ist in einem guten Zustand und wird in Teilen wiederverlegt bzw. bleibt erhalten. Die Treppenpodeste in Richtung Brücke werden mit diesem Großsteinpflaster belegt.

Eine einheitliche zeitlose und zurückhaltende Möblierung schafft einen klaren aufgeräumten Raumeindruck. An passenden Orten entlang der Promenade laden Sitzbänke aus Sichtbeton zum Verweilen ein. An zwei Stellen im Plangebiet sind insgesamt ca. 27 Fahrradanlehnbügel aus Flachstahl verortet, die je Bügel zwei Fahrräder aufnehmen können.

Die Beleuchtung aus Licht-Stelen soll nicht wie bisher an der Uferkante, sondern entlang der Mauer der Emsgalerie angebracht werden, dies vermindert einen schädlichen Einfluss auf die Fauna der Ems.

 Unter der Brücke entsteht als besonderer Anziehungspunkt eine Streetboulderlandschaft, die zum Klettern einlädt. Die Klettergriffe werden an den Wänden der Brücke installiert.

Der Grünstreifen entlang der Straße „Hohe Lucht“ wird für einen Gehweg zurückgebaut. Die hier befindlichen Bäume werden gerodet. Die alten Bestandsbäume (Weiden) am Ufer bleiben weitgehend erhalten. Im Bereich des Ufers wird eine Trauerweide (Salix alba `Tristis´) gepflanzt.

Wettbewerbsergebnis: 1. Platz

AUFTRAGGEBER: Stadt Rheine
PLANUNGSPARTNER: Lopes & Albers, Greven
PLANUNGSZEIT: 2016 – 2019
BEARBEITUNGSFLÄCHE: 2.480 m²
GESAMTKOSTEN: 1.046 Mio. EUR
LEISTUNGEN FSWLA: LPh 1- 6

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